Sternsinger in Oberlahr

Veröffentlicht am 12. Januar 2016 von wwa

Oberlahr 2633OBERLAHR – Sternsinger in Oberlahr – Immer schwieriger ist es in den letzten Jahren in der katholischen Gemeinde Sankt Antonius geworden, Sternsinger zu finden. Längst nicht mehr alle Sterne und Gewänder, die im Besitz der Pfarrei sind, werden gebraucht. Während es im benachbarten Burglahr noch genug Sternsinger gibt, werden in Oberlahr die Spendensammler von Jahr zu Jahr weniger. Dafür aber die Spender großzügiger und letztendlich kamen am Sonntag noch rund ein Dutzend Spendendosen zum Abschlussgottesdienst an. Pastor Feldhoff allerdings war etwas enttäuscht wie wenig Sternsinger in den Bänken saßen und wie leer die Kirchenbänke waren. Aber das Phänomen ist in der Karnevalszeit bekannt. Die Tanzmäuse, Gardisten und Kinderprinzen sind an den Wochenenden unterwegs auf Bühnen in der Region um die fünfte Jahreszeit zu begehen. Da tritt das Sternsingen etwas in den Hintergrund.
Aber für die Kinder, die am letzten Ferientag ihre gefüllte Sammelbüchse am Altar abstellten, war es eine spannende Zeit und sie haben allerhand erlebt. Manche werfen sogar 20 Euroscheine in unsere Sammelbüchse“, strahlt der zehnjährige Paul. „Am häufigsten wandern Fünf- oder Zehneuroscheine in unsere Spendendosen, einige werfen nur Zwei- oder Eineurostücke rein“, ergänzt die neunjährige Lena. „Manche Spender leeren einfach ihren Geldbeutel aus, dann sind auch Centstücke dabei“, sagt die neunjährige Romina.

In der Wiesenstraße steht Else K. schon an der Tür, als die Sternsinger klingeln. „Ich warte jedes Jahr auf euch“, erzählt sie. „Für mich ist das der Abschluss der Adventszeit. Ich bewundere die Kinder, die trotz Regen für einen guten Zweck durch die Straßen ziehen.“ In der Hauptstraße ist Helene S. froh, als die Sternsinger klingeln. „Manchmal war ich nicht zuhause und war enttäuscht, dass ich den Segen nicht bekommen habe.“

Was treibt die Kinder an, sich als Sternsinger zu engagieren? Für Romina, Sebastian und Paul ist es einfach schön, sich für arme Kinder einzusetzen und ihnen mit Spenden zu helfen. Janina ergänzt, dass sie zusätzlich auch den Spaziergang durch die frische Luft mag und Svenja sagt schelmisch, dass sie sich auch über die Süßigkeiten freut. Und dann packt die Betreuerin die Gewänder, Sterne und geleerten Spendendosen wieder in den Kellerraum im Pfarrheim und freut sich das mal wieder eine Menge Geld für Kinder in Bolivien zusammengekommen ist. (mabe) Fotos: Becker