Antoniuskirmes in Oberlahrer

Veröffentlicht am 17. Januar 2016 von wwa

Oberlahr 2781OBERLAHR – Antoniuskirmes 2016 in Oberlahrer Pfarrheim in kleinem Kreis gefeiert –Oberlahr Eis 3459Früher wurde die Oberlahrer Kirmes, am Patrozinium des heiligen Antonius dem Mönchsvater am 17. Januar in großem Stil begangen. Drei Tage war Ausnahezustand in den Familien. Verwandtenbesucher belagerten Haus und Hof und an der Theke im Saal standen die Männer in Dreierreihen. Manch eine Hochzeit hat sich dort angebahnt, wie die von Hedwig und Hans Klein, die sich vor 60 Jahren dort kennenlernten. Ob das heute noch klappen würde ist fraglich, denn die Kirmes ist geschrumpft. Nur noch etwa 50 Gäste hatten den Weg ins Pfarrheim gefunden, wo bei Gulaschsuppe und Waffeln mit Eis und Kirschen die meist älteren Besucher verwöhnt wurden. Die rund 15 Männer am Tresen im Pfarrheim hatten noch bis in den frühen Nachmittag zu tun, das Bier alle zubekommen. Das gelang auch, obwohl einige der Mitstreiter die sonst beim Biertrinken halfen, in rotweiß gekleidet im Bus der Oberlahrer Funkengarde nach Ferntal abgefahren waren. Das immer stärker werdende Engagement der Oberlahrer in Dienste des Rheinischen Brauchtums, ließ auch die Sankt Antoniuskirche am Patrozinium recht leer erscheinen. Schade eigentlich, denn der Kirchenchor unter der Leitung von Gertrud Murr-Roth hatte sich gut vorbereitet und brachte anspruchsvolle Gesänge zu Gehör. Recht interessiert waren die Besucher im liebevoll geschmückten Pfarrheim, an den Bilderwänden mit Fotos aus dem zurückliegenden Jahr 2015. Von Januar über Osternacht, Solidaritätsmarsch, Bischofsbesuch und Pilgern nach Niedermühlen, sowie Pfarrfest, Sankt Martin und Weihnachtsmarkt war alles im Bild festgehalten. Am Ende durfte der, der sich wiederfand seine Fotos abhängen und mitnehmen. Draußen war derweil echtes Kirmeswetter, wie so oft in früheren Jahren, wo meist hoch Schnee im Januar anzutreffen war. Hatte doch zur Feier des Tages sogar Frau Holle am frühen Morgen die Betten ausgeschüttelt und den Kirchturm und die Dächer der umliegenden Häuser verzuckert.