„Neue Hilfen bei der häuslichen Pflege nutzen!“

Veröffentlicht am 18. Januar 2016 von wwa

BERLIN – „Neue Hilfen bei der häuslichen Pflege nutzen!“ – Pflegeexperte der Union Erwin Rüddel gibt Tipps und praktische Hinweise –Umfragen deuten darauf hin, dass noch immer viele Menschen entweder gar nicht oder nur unzureichend über die neuen Regelungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege informiert sind. „Dabei gelten seit dem Jahreswechsel zahlreiche Neuerungen, die für pflegende Angehörige Erleichterungen und Hilfen mit sich bringen. Wir wollen natürlich, dass diese vielfältigen Entlastungsmöglichkeiten auch genutzt werden, die zum 1. Januar 2016 mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten sind“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, der die CDU/CSU-Fraktion als pflegepolitischer Sprecher im Gesundheitsausschuss des Berliner Parlaments vertritt.

Das gelte vor allem mit Blick auf zahlreiche Berufstätige, die zum Beispiel aus Angst vor beruflichen Nachteilen bisher davon abgesehen hätten, daheim die Pflege eines Angehörigen zu übernehmen. Auch sei vielen Menschen noch immer die Familienpflegezeit unbekannt. Deshalb weist der CDU-Bundestagsabgeordnete ausdrücklich auf folgende Neuregelungen hin:

Pflegebedürftige können die Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim oder einer darauf eingestellten Tagespflegeeinrichtung in Anspruch nehmen. Der Zeitraum für die Nutzung der Kurzzeitpflege wird auf acht Wochen verdoppelt. Auszeit für Pflegende: Pflegende Angehörige, die selbst krank werden oder einmal eine Auszeit benötigen, können sich seit dem Jahreswechsel jetzt auch bei der Ersatzpflege von Freunden oder Verwandten vertreten lassen.

Neu ist seit Jahresbeginn 2016 ferner, dass die Pflegekassen das Pflegegeld zur Hälfte weiterzahlen: 56 Tage lang bei der Kurzzeitpflege, 42 Tage bei der Ersatzpflege. Bisher durfte in beiden Fällen lediglich für höchstens 28 Tage weitergezahlt werden. Schließlich war bislang nur eine Beratung für die Pflegebedürftigen selbst im Leistungskatalog der Pflegeversicherung vorgesehen. Das hat sich jetzt geändert: Auch Angehörige bekommen ab sofort eine entsprechende Beratung durch pflegekundige Fachleute.

„Über den Rechtsanspruch auf reduzierte Arbeitszeit und teilweise Freistellung sowie die neuen Möglichkeiten zur sozialen Absicherung von Pflegepersonen können sich die Betroffenen selbstverständlich im Detail bei ihrer jeweiligen Krankenkasse informieren“, so Rüddel weiter. Zudem biete das Bundesgesundheitsministerium im Internet einen sehr übersichtlichen Leitfaden für Pflegebedürftige und deren Angehörige an. „In dieser Legislaturperiode verwirklichen wir die umfassendsten Verbesserungen seit Einführung der sozialen Pflegeversicherung vor über 20 Jahren“, bekräftigt Erwin Rüddel. „Deshalb mein dringender Appell an alle Betroffenen, sich kundig zu machen über die neuen gesetzlichen Regelungen, damit diese auch möglichst vielen pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen zugutekommen.“