Veröffentlicht am 21. Januar 2016 von wwa

RLP – Schulgeld teuer = weniger Steuer – Regelmäßig im Spätherbst beginnt sie wieder: die Suche vieler Eltern nach einer weiterführenden Schule für ihre Kinder. Mancher liebäugelt dabei mit einer Privatschule, doch die jährlichen Ausgaben für das Schulgeld sind oftmals horrend. Aber es gibt zumindest eine gute Nachricht: „Die Schulkosten der Kinder kann man zum Teil steuerlich geltend machen“, weiß Edgar Wilk, Präsident der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz.

So sind 30 Prozent der Schulgebühren steuerlich absetzbar, und zwar bis zu einer Obergrenze von 5.000 Euro im Jahr. Allerdings macht die Finanzverwaltung hierbei ein paar Einschränkungen. So muss die Schule staatlich anerkannt sein und zu einem allgemein anerkannten Schulabschluss hinführen. Der private Judokurs in einer Sportschule fällt also nicht unter diese steuerliche Regelung. Auch sind Mittagessen, Nachmittagsbetreuung oder Kosten für eine Unterkunft – etwa in einem Internat – nicht absetzbar. „Eltern sollten also darauf achten, dass solche Posten auf einer Rechnung separat vom Schulgeld ausgewiesen sind“, erläutert Edgar Wilk.

Hingegen ergeben sich weitere steuerliche Möglichkeiten, wenn die Schule einen als gemeinnützig anerkannten Förderverein besitzt. „Spenden für solche Fördervereine sind in voller Höhe abzugsfähig“, sagt der Steuerberater. Das ehrenamtliche Engagement der Eltern ist also gleich doppelt sinnvoll.