Blutspende- und Typisierungstermine im Westerwald

Veröffentlicht am 22. Februar 2016 von wwa

DRK+SMS01-2015IWESTERWALD – Nach der Blutspende wurde Olaf Höwer zum Stammzellspender – Blutspende- und Typisierungstermine –  In Kooperation mit dem DRK Blutspendedienst West werden folgende Blutspende-Termine angeboten, bei denen auch die Gelegenheit besteht sich typisieren zu lassen: Mittwoch, 24. Februar in Stahlhofen, im Lindensaal, Ringstr. 8, von 16:30 bis 20:00 Uhr; Freitag, 11. März, in Wissen, im Kuppelsaal, in der Rathausstr. 56, von 16:00 bis 20:00 Uhr; Donnerstag, 24. März, in Niederfischbach, in der Turnhalle, in der Rothenbergstr. 15, von 16:30 bis 20:00 Uhr; Donnerstag, 31. März, in Herschbach, im Haus Hergispach, im Gänseweiherweg, von 16:00 bis 20:00 Uhr und Montag, 11. April, in Siershahn, in der Overberghalle, in der Overbergstr, von 16:00 bis 20:00 Uhr.

DRK SpenderOlafHöwerNombornWW012016Olaf Höwer ließ sich bei einem gemeinsamen Aufruf von DRK und Stefan-Morsch-Stiftung registrieren – Jetzt half er einem Leukämiepatienten in den USA – Typisierungstermine im Westerwald – „Man drückt plötzlich einem wildfremden Menschen die Daumen, denkt intensiv und oft an ihn“, sagt Olaf Höwer nach seiner Stammzellspende bei der Stefan-Morsch-Stiftung. Der Mann aus dem kleinen Westerwaldort Nomborn nahe Montabaur (Westerwaldkreis) hat mit seiner Spende einem 60jährigen US-Amerikaner die Chance gegeben, die Leukämie zu überwinden.

„Irgendwie bin ich stolz, obwohl ich ja eigentlich nichts Großartiges geleistet habe“, erzählt Olaf Höwer. Der Leiter des Alten-Pflegeheims Bürgermeister-Gräf-Haus in Frankfurt ist „ewig schon“ Blutspender beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Im April 2015 ist er angesprochen worden, sich auch typisieren zu lassen. Die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzell-Spenderdatei, arbeitet mit dem DRK zusammen. Das gemeinsame Motto: „1x Stechen, 2x Helfen“. 11.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Leukämie. Ohne eine Stammzellspende hätten sie kaum eine Chance gesund zu werden. Die Suche nach geeigneten Spendern ist allerdings mühsam. Daher sind regelmäßige Typisierungsaktionen so wichtig.

„Das habe ich dann mitmachen lassen, damals im April“, so Höwer. Was das für ihn bedeuten kann, darüber machte sich der 38 Jährige kaum Gedanken. Doch schon ein halbes Jahr später meldete sich die Stiftung: Seine genetischen Merkmale könnten passen, er solle sich bereithalten. Die Nachricht platzte wie eine Bombe in sein geregeltes Leben. „So schnell hatte ich gar nicht damit gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit ist doch nicht so groß, liegt bei 5 Prozent, dass ich tatsächlich spenden kann“, staunt Olaf Höwer noch heute.

Im Herbst musste er daher erst einmal ordentlich durchpusten. Dann überwog die Neugier. Wie würde es nun weitergehen? „Auf eine Narkose, oder gar eine Operation, war ich nicht so erpicht.“ Der Vater zweier Kinder gibt zu, dass er damals relativ wenig über die Verfahren wusste. Neu war ihm, dass die heute gängigste Methode die so genannte periphere Blutstammzellspende ist, bei der die Zellen aus dem venösen Blut herausgefiltert werden. Die Stefan-Morsch-Stiftung informierte Olaf Höwer umfassend – „eine solch gute Aufklärung habe ich noch nie erfahren“ – und sobald er sicher war, dass es keine Narkose oder OP geben würde, war er beruhigt.

Fünf Tage lang musste er sich vor seinem eigentlichen Spendetermin ein Hormon spritzen, das seine eigene Stammzellproduktion auf Trab bringt. Dabei kann es zu grippeähnlichen Symptomen kommen, die aber bei der Entnahme wieder verschwinden. Nicht so bei dem Westerwälder. Er hatte so gut wie keine Nebenwirkungen und sorgte sich: „Hoffentlich hat das Mittel angeschlagen, hoffentlich reicht es.“

Aber auch diese Sorge war unbegründet. Anfang 2016 erwies sich Olaf Höwer als „High Responder“: Stammzellen satt tummelten sich im Separator. Gut verpackt und gekühlt gingen sie umgehend auf die Reise über den Atlantik, wo in den USA ein Krebspatient auf die Rettung wartete.

Der unbekannte Mensch ist dem 38-jährigen Stammzellspender immer noch sehr präsent in seinen Gedanken. „Man fühlt sich sehr viel mehr verantwortlich für seine eigene Gesundheit, hofft, dass einem nichts mehr vor der Spende zustößt“, lässt der Heimleiter die zurückliegenden ereignisreichen Wochen Revue passieren. Nachbarn im Dorf, Freunde und Bekannte – sie alle haben mitgefiebert und drücken ebenfalls die Daumen, dass es der Krebspatient in den USA schaffen wird. Nach einigen Monaten kann Olaf Höwer bei der Stiftung nachfragen. „Eigentlich hätte ich mich schon viel früher typisieren lassen sollen“, sagt Höwer heute.

Wie wird man Stammzellspender? Prinzipiell kann jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren Stammzellen spenden. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Die Typisierung ist für alle Spender kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung der Blutuntersuchungen gerne entgegen genommen – da jede Spenderregistrierung mindestens 40 Euro kostet.

Die aktuellen Termine für die Typisierungsaktionen der Stefan-Morsch-Stiftung findet man auf der Homepage. Zudem gibt es dort auch die Möglichkeit, sich online registrieren zu lassen. Über den Button „Online-Registrierung“ auf der Startseite kann man sich eingehend informieren, die Einverständniserklärung ausfüllen und sich ein Entnahmeset zuschicken lassen. In dem Päckchen ist das entsprechende Material, um sich bei seinem Hausarzt eine kleine Blutprobe entnehmen zu lassen oder eine Speichelprobe durchzuführen. Dieses Päckchen wird einfach an die Stefan-Morsch-Stiftung zurückgesendet. Falls Sie Fragen zu den Ausschlusskriterien haben, rufen Sie einfach unsere gebührenfreie Hotline (08 00 – 766 77 24) an.