639 Zweijährige in Kitas im Kreisjugendamtsbezirk

Veröffentlicht am 19. März 2016 von wwa

KREIS NEUWIED – Inanspruchnahme des Betreuungsbonus für Zweijährige – 639 Zweijährige in Kitas im Kreisjugendamtsbezirk – Über 100 Zweijährige mehr im Vergleich zum Vorjahr – Der Besuch einer Kindertagesstätte ist heute, auch für immer mehr Kinder ab dem 1. Lebensjahr, selbstverständlich. Diese Einschätzung zum „Anmelde- und Zugangsverhalten“ zu den Angeboten der Kindertagesstätten wird auch untermauert durch die Meldung der sogenannten Bonuskinder, die aktuell für den Kreisjugendamtsbezirk Neuwied erstellt wurde. „Für insgesamt 639 Zweijährige, die in den Kindertagesstätten im Landkreis zum maßgeblichen Stichtag 31. Dezember 2014 betreut wurden, macht der Landkreis beim Land den sogenannten Betreuungsbonus geltend. Den zahlt das Land dann, wenn auf der Ebene einer Verbandsgemeinde mindestens zehn Prozent aller Zweijährigen, in einer Kindertageseinrichtung betreut werden“, erklärt der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Damit erreicht der Landkreis Neuwied eine neue „Höchstmarke“. Noch nie seit Einführung des Bonus im Jahr 2006 wurden im Kreis mehr zweijährige Bonuskinder gezählt.

Kreisweit waren es genau 63,8 Prozent der insgesamt 995 Zweijährigen, die zum maßgeblichen Stichtag 31. Dezember 2015 in einer Kindertagesstätte angemeldet waren. Dabei reicht die „Quote“ der Inanspruchnahme in den einzelnen Verbandsgemeinden von rund 39,1 Prozent bis über die 80-Prozent-Marke hinaus. Prozentual die meisten Zweijährigen, wurden zum maßgeblichen Stichtag in den Kindertageseinrichtungen in der Verbandsgemeinde Unkel betreut. 83 „Bonuskinder“ machen dort eine Betreuungsquote von 80,6 Prozent aller zweijährigen Kinder aus.

„Wir erwarten für den Landkreis Neuwied eine Bonuszahlung von etwa 620.000 Euro, wovon wir rund 280.000 Euro an die Träger der Kindertagesstätten weiterleiten“, beziffert Hallerbach die erwartete Einnahme des Landkreises Neuwied, die dort zur Finanzierung der Personalkosten für den „U3-Ausbau“ beitragen wird. „Der Unterschied zur Vergleichszahl des Jahres 2014 ist übrigens gravierend. Damals hatten wir bei insgesamt 875 Zweijährigen „nur“ 530 Bonuskinder“, zeigt Hallerbach sich erfreut über die positive Entwicklung.

Mit insgesamt 995 Zweijährigen zum maßgeblichen Stichtag 31. Dezember 2015 lebten rund 120 Zweijährige mehr im Landkreis als noch vor einem Jahr, als wir den niedrigsten Stand der Zweijährigen seit Einführung des Betreuungsbonus verzeichnen mussten. Dass es trotz der hohen Zahl der Bonuskinder bei der Betreuungsquote nur für den zweitbesten Platz nach 2013 reicht, liegt an der „Bezugsgröße“. Damals machten 586 Bonuskinder von „nur“ 908 Zweijährigen eine Quote von 64,6 Prozent aus.

Die Entwicklung der „Bonuskinder“ im Kreis Neuwied auf einen Blick:

Jahr      Anzahl Bonuskinder      Betreuungsquote

2006     189       18,6 %

2007     227       24,3 %

2008     253       27,2 %

2009     338       26,8 %

2010     436       48,5 %

2011     487       53,2 %

2012     541       60,2 %

2013     586       64,6 %

2014     530       60,6 %

2015     635       63,8 %

Was ist der Betreuungsbonus? Den Betreuungsbonus zahlt das Land dann, wenn auf der Ebene einer Verbandsgemeinde mindestens zehn Prozent aller Zweijährigen – in einer Kindertageseinrichtung betreut werden. Zur Verfügung stellt das Land als Betreuungsbonus für jedes zweijährige Kind einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro. 300 Euro hiervon verbleiben beim Land zur Finanzierung der Landeszuweisungen zu den notwendigen Personal(mehr)kosten, 700 Euro werden zunächst an das jeweilige Jugendamt weitergeleitet. Dort verbleiben 385 Euro für jedes betreute zweijährige Kind, 315 Euro fließen an den Träger der jeweiligen Kindertagesstätte.

Dann, wenn in einer Verbandsgemeinde sogar mehr als 40 Prozent der Zweijährigen betreut sind, steigt der Bonus für jedes Kind über dieser 40 Prozent-Schwelle sogar von 1.000 Euro auf 2.050 Euro. Diese Mehreinnahmen werden dann im Verhältnis der belegten Plätze auf alle Kitas in der jeweiligen Verbandsgemeinde umgelegt. Auch diese Schwelle ist in den meisten Verbandsgemeinden innerhalb des Kreises längst weit überschritten.