Ausbau und Lärmschutz zwei Seiten einer Medaille

Veröffentlicht am 24. März 2016 von wwa

BRACHBACH – Kreis-CDU zur Siegstrecke: Ausbau und Lärmschutz zwei Seiten einer Medaille – Kritik an Verzögerung beim Umbau des Brachbacher BahnhofsDie Ankündigungen der Deutschen Bahn, entgegen bisheriger Planung den Bahnhof Brachbach erst in zwei Jahren „in Angriff zu nehmen“ und unter anderem barrierefrei umzubauen, stößt bei der CDU im Kreis Altenkirchen auf Kritik. „Damit bleibt der Bahnhof Brachbach bis auf weiteres der einzige nicht barrierefreie Haltepunkt auf der Siegstrecke. Dabei wäre der Ausbau nicht nur für den Zugang zum Bahnhof, sondern auch aus Verkehrssicherheitsgründen wichtig. Gerade der Weg zum Ärztehaus, zum Seniorenheim und zum Einkaufszentrum gehört zur mobilen Grundversorgung“, so MdL Michael Wäschenbach, der auch stellvertretender Kreisparteivorsitzender der CDU ist.
Für die Union bleibt die gesamte Siegstrecke ohnehin weiter Thema. Zwar sei sie auch dank der Bemühungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel in den so genannten vordinglichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. Aber, so CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer: „Wenn die Siegstrecke ausgebaut und vor allem die eingleisigen Abschnitte auf NRW-Seite im Rhein-Sieg-Kreis beseitigt werden, damit die Strecke mehr Güterverkehr aufnehmen kann, muss dies erstens mit umfassenden Lärmschutz einhergehen. Zweitens muss auch der Personenverkehr langfristig profitieren, etwa durch Verbesserungen bei der Pünktlichkeit und schnelleren Anbindungen ins Rheinland.“ Hierzu hatte sich in der Vergangenheit auch der Altenkirchener Kreistag positioniert. Dass der Güterverkehr insgesamt zunehme, sei bereits heute erkennbar. Daher sind für die Kreis-CDU der Ausbau der Siegstrecke und modernste Lärmschutzmaßnahmen, gerade wegen der zum Teil dicht besiedelten Anliegerorte der Siegstrecke im Kreis Altenkirchen, zwei Seiten der gleichen Medaille. „Kein Ausbau ohne Lärmschutz“, betonen die CDU-Politiker.
Die CDU hatte in der Vergangenheit immer wieder gefordert, dass mit dem Ausbau für den Güterverkehr im Interesse der Pendler künftig auch eine so genannte Sprinter-Verbindung, vergleichbar dem früheren D-Zug, zwischen Betzdorf bzw. Wissen und Köln geschaffen werden soll. Tausende Pendler und Schüler seien auf schnelle und moderne Verbindungen angewiesen, insbesondere an die Wachstumsregion Köln-Bonn, so Wäschenbach und Rosenbauer.