Hochschule Koblenz engagiert im Umwelt- und Klimaschutz

Veröffentlicht am 26. September 2016 von wwa

ko-rheinmoselcampusKOBLENZ. Hochschule Koblenz engagiert im Umwelt- und Klimaschutz: Neues Forschungsprojekt und Auszeichnung als ÖKOPROFIT-Betrieb – Nachhaltigkeit ist an der Hochschule Koblenz kein abgestumpftes Modewort, sondern Realität und stets mit neuen Maßnahmen anvisiertes Handlungsziel zugleich. Nun wurde die Hochschule wieder mit dem begehrten ÖKOPROFIT- Siegel für ökologisch engagierte Betriebe ausgezeichnet. Parallel dazu fiel der Startschuss für das nächste Projekt zur Entwicklung und Umsetzung frischer Ideen für Umwelt- und Klimaschutz: Gemeinsam mit zehn Hochschulen des Bundes nimmt die Hochschule Koblenz an ECHO teil, einem anwendungsorientierten Forschungsprojekt zum Thema nutzerbedingte Energieeinsparung. Die Fragen: Wie viel Energie kann man sparen, wenn jeder Einzelne auf freiwilliger Basis durch sein Verhalten etwas dafür tut? Wie nachhaltig sind Aktionen bezüglich des Nutzerverhaltens?

ko-oekoprofit_abschluss_8Der ÖKOPROFIT Klub verbindet Ökologie und Ökonomie: „Kosten sparen durch Umweltschutz“ lautet sein Motto. Unterstützt wird der Klub von der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz, der Handwerkskammer Koblenz und der Wirtschaftsförderung am Mittelrhein. Das vom Landkreis Mayen-Koblenz, der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mainz-Bingen initiierte Projekt endete nun mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Neben Jochen Wiebusch, Abteilungsleiter der Technik und Hausverwaltung an der Hochschule Koblenz, nahmen sieben weitere Unternehmensvertreterinnen und -vertreter die Urkunden entgegen. Wiebusch freute sich über die erneute Auszeichnung: „Seit 2012 nimmt die Hochschule am ÖKOPROFIT Klub teil und erhielt 2013 erstmals das Siegel. Seither konnten wir unsere Einsparungen zu Gunsten des Umweltschutzes deutlich steigern. Mit 70.000 Euro im Jahr bedeutet das außerdem eine erhebliche Reduktion der Fixkosten des Gebäudeunterhalts, die zur Hälfte die Energie betreffen.“

Im vergangenen Jahr begleitete das Beratungsunternehmen Arqum die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer und erschloss Möglichkeiten, die Betriebe in Bezug auf Umweltthemen weiter zu optimieren. Im Vordergrund standen dabei Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Vermeidung von Umweltbelastungen. Zentral war nicht nur die Beratung vor Ort, sondern auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden in drei gemeinsamen Workshops. Welche technischen Verbesserungen kann man einführen? Lohnt sich beispielsweise die Investition in eine sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur Eigenstromerzeugung? Welche Förderungsmöglichkeiten für Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen gibt es? Wie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Umweltfragen sensibilisiert werden? Diese und viele weitere Fragen wurden in den Workshops ausführlich behandelt und diskutiert.

In der Abschlussphase des Projekts waren alle Unternehmen aufgerufen, je eine der geplanten oder bereits umgesetzten Maßnahmen auszuwählen und vorzustellen, um innerhalb dieser Auswahl die „Beste“ auszuzeichnen. Die Hochschule Koblenz geht den nächsten Schritt in eine umweltfreundliche Zukunft mit dem ECHO-Projekt. „Großes Einsparungspotential, sowohl finanziell als auch ökologisch, sehen wir im Bereich Nutzerverhalten“, erläutert Wiebusch. Zwei Teile des Hochschulgebäudes am RheinMoselCampus Koblenz werden als Pilot ausgewählt und in der Erhebungsphase regelmäßig mit Infomaterial, Tipps und Hinweisen zum Thema Energiesparen versorgt. Stoßlüften, die Heizung abdrehen, PC und Licht ausschalten: Es geht um die vielen kleinen Handgriffe, die beim Energiesparen helfen können. „Natürlich werden wir keine Maßnahmen ‚aufdiktieren‘ und auch niemanden persönlich kontrollieren. Das Ganze läuft auf rein freiwilliger Basis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Wiebusch, „Rückschlüsse in Bezug auf den Erfolg dieser Idee werden wir nur aus den Energiedaten der jeweiligen Gebäudekomplexe ziehen.“ Im Anschluss an den Pilotversuch sollen die Erkenntnisse auf das komplette Gebäude ausgeweitet werden. Nicht außer Acht gelassen wird im Nachgang des Projekts die Frage, ob das Nutzerverhalten sich dauerhaft geändert hat. „Spannend werden für uns außerdem die regelmäßigen Treffen mit den zehn anderen teilnehmenden Hochschulen“, sagt Wiebusch, „von diesem intensiven Erfahrungsaustausch werden wir mit Sicherheit profitieren und neue Impulse erhalten.“